WER BIN ICH

Wer bin ich? Woher kommen wir? Der Sinn des Lebens? Wohin geht die Reise? Was ist es, das ein erfülltes, glückliches Leben ausmacht?

Antworten auf der Suche nach dem Glück habe ich auf den verschlungenen Lebenspfaden, denen ich gefolgt bin, viele gehört. Und nicht wenige klangen verlockend und befreiend.

Im romantischen Erwachen der letzten Schuljahre waren es die berauschenden Gefühlserlebnisse der neuen Musik der 60er Jahre, der Feste und der ersten Verliebtheiten.

Dann kam die Politik, der große Aufbruch, die Demonstrationen, nächtelangen Diskussionen, schließlich Kandidaturen, Parteiämter und die Erkenntnis: Traditionell organisierte Politk führt zu egomanischem Selbstbetrug ... Freiheit, Liebe, Angstbewältigung, Gerechtigkeit sind da weder zu finden noch damit herzustellen.

Nach Studium und 2. juristischer Staatsprüfung 1980/82 die große Weltreise als Augenöffner, Weitung des Lebensgefühls, Beginn der inneren Suche. Begegnung mit dem Buddhismus und asiatischer Kultur, mit Gefahren und Angst, mit ungezwungenem Leben in Australien und Neuseeland und der Erkenntnis: die Menschen sind überall wunderbar, nicht minder ist es unser Planet.

Infolge der großen Reise Versuche alternativen Lebens mit der ersten Ehefrau, Irland, immer wieder unterbrochen vom unwiderstehlichen Ruf Asiens.

1985 Beginn der Schreib- und Übersetzerarbeit, daneben - wie schon im ausgehenden Studium und zwischen den Reisen - das Taxi und die eigentümliche Faszination der Nachtschichten.

1987 dann die erste große Wandlung, Scheidung, spirituelle Reise durch Sri Lanka, Indien, Bangladesh, Nepal, intensive Meditationen, Ashrams, Trekking, Monsun, Krankheit - keine Erleuchtung :-).

Rückkehr voller Tatendrang nach München. 1988 Unternehmensgründung, 1991 Wiederheirat -  in die persische Großfamilie -, Geburt des Sohns, Leben in Australien. Das Glück, die Sinnsuche, die großen Menschheitsfragen? Im Schaffen, Aufbauen, Erziehen: stille, fragende Begleiter.

1994 Verlagsgründung, erstes Buch ein Bestseller, und: schwere Erkrankung der Ehefrau. Folgend: noch mehr Bestseller, im Schatten der Krankheit, auch wenn diese überwunden scheint. 2000 Höhepunkt des Verlagserfolgs (der in den Büchern von Steve Biddulph bis heute nachwirkt).

Dann die Zeit der Prüfungen: Januar 2003 Wiedererkrankung der Ehefrau, das Lebensgebäude stürzt ein. Ende 2003 Verlagsinsolvenz, 2004 persönliche Insolvenz wegen Haftung für Verlagsschulden. 2005 Ausssichtsloser Kampf gegen den Krebs. Oktober 2006 Tod der Ehefrau. „Wir werden eingetaucht und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen ...

War es das? Ist die Suche nach Glückseligkeit damit gescheitert? Heute, zu Beginn dieses entscheidenden Jahrzehnts für die Zukunft der Menschheit , weiß ich, dass die Frage falsch gestellt war. Es geht in erster Linie nicht um Wohlgefühl, Erfolg, Wohlstand, Wohlbefinden, Genuss (na ja, auch ;-)), sondern um wachsen, verändern, entwickeln, erfahren, erkennen ... um Liebe und Weisheit.

Kein noch so freudvolles Sinneserleben kann mit der Erfahrung, der Gnade, der Sicherheit mithalten, aus dem Feuerofen des Lebens immer heiler und immer wieder aufs Neue zu sich selbst entlassen zu werden.

Ich suche nicht mehr, ich erfreue mich.











Vita, Jo von Beust


Geboren 1950 in Augsburg

Bildungswege

Abitur, Banklehre (kaufm. Gehilfenprüfung),

1. + 2. Juristisches Staatsexamen, Studium der Politologie, Psychologie, Indologie,

Heilpraktikerausbildung,

Berater für Integrative Entwicklung


Berufliche Tätigkeiten

Taxifahrer, Reisejournalist, Übersetzer, Redakteur, Lektor, Buchautor, Verleger, Berater, Unternehmer, Maler


Leidenschaften

Der 18jährige Sohn

Die Liebe / Berenike

Fußball+Tennis

Kochen+Wein

Bücher+Bücher+Bücher

amo ergo sum + Buddhismus
Sprache+Philosophie
Malerei

Stärken

Begeisterungsfähigkeit, schnelle Auffassungsgabe, Lösungsorientiertheit, Intuition, konzeptionelles und vorausschauendes Denken, Einfühlungsvermögen, druckreifes Sprechen, Schreibstil, Humor

Schwächen

Risikofreudigkeit, Geringschätzung von Regeln und Konventionen, über das Ziel hinausschießen, an Überzeugungen festhalten, mangelnde Fähigkeit der Unter- und Einordnung, fehlende Konsequenz (sic!)

„Quod petis, in te est, ne quaesiveris extra.“

(„Wonach du strebst, ist in dir, suche es nicht im außen“)  

Persius, Satiria, 1. Jh. n.Chr.

in-formation.eu

Photo by Renato Gerussi